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JEB fordert Visa-freies Europa
Berlin, 29. September 2010
Die Junge Europäische Bewegung möchte daran erinnern, dass die Bürger/innen von Albanien, Bosnien-Herzegowina, Kosovo, Moldawien, der Ukraine und der Türkei immer noch ein langes, teures und aufwändiges Visa-Antragsverfahren hinnehmen müssen, um Berlin und andere Teile der EU zu besuchen. Obwohl es mit all diesen Ländern enge politische, wirtschaftliche, kulturelle und diplomatische Beziehungen gibt, konnten uns unsere Freunde bei einem unserer Seminare im Mai nicht besuchen. Gemeinsam mit vielen Sektionen der Jungen Europäischen Föderalisten (JEF) aus ganz Europa beteiligt sich die JEB an der gemeinsamen Aktionswoche: „JEF für ein Visa-freies Europa“! Unsere Forderung richtet sich an die Institutionen der EU und die Regierungen der Mitgliedsstaaten.
„Das Visa-Erfordernis schließt viele junge Europäer von der Bewegungsfreiheit in Europa aus. Wie sollen junge Kosovaren, Albaner, Türken und andere so die treibende Kraft für einen pro-europäischen Wandel in ihren Ländern werden, der so dringend gebraucht wird,“ fragt Moritz Jahnke, Vorsitzender der JEB. „Gerne hätten wir unsere Kooperation mit jungen Kosovaren fortgesetzt, die die JEB Ende 2009 besucht hatte. Wir hatten unsere Freunde auch zum Internationalen Berlin-Seminar eingeladen. Zu lange Visa-Bearbeitungsfristen und hohe Visa-Gebühren machten ihre Teilnahme aber leider in mehreren Fällen unmöglich.“
Seit Ende 2009 können sich immerhin die Bürger/innen Mazedoniens, Montenegros und Serbiens frei in der EU bewegen. Aber zu viele andere junge Europäer bleiben noch hinter künstlichen Mauern ausgesperrt. Dies beklagten auch Bundestagsabgeordnete von CDU, FDP, SPD und Grünen bei einer JEB-Veranstaltung zur deutschen und europäischen Balkan-Politik. Gemeinsam forderten sie eine zügige Visa-Liberalisierung für Albanien, Bosnien-Herzegowina, Kosovo, Moldawien, die Ukraine und dieTürkei.
„Während die Regierungen der genannten Länder gefordert sind ihr Möglichstes zu tun, um die Kriterien für eine Visa-Liberalisierung zu erfüllen, ist es an der EU ihnen dabei zu helfen. In der Zwischenzeit müssen Kosten und Verwaltungsaufwand für die Visa-Beantragung so schnell wie möglich reduziert werden,“ fordert Moritz Jahnke. |
JEB-Positionen
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