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JEB-Kooperation: Workshop beim Berlin-Seminar
Rund 100 Jugendliche aus über 20 europäischen Staaten waren beim XI. internationalen Berlin Seminar 2010 der JEF dabei. Die JEB organisierte drei Workshops, darunter einen zur EU-Außenpolitik mit dem Beispiel der EULEX-Mission im Kosovo. Mit Input-Vorträgen und in Arbeitsgruppen stiegen wir tief ins Thema ein und präsentierten unsere Ergebnisse als handfeste Fahrrad-Theorie der EU-Integration.
Anschließend an eine Begrüßung durch die Workshop-Leiter/innen Julia Borries und Christian Beck erklärte der Experte der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) Christos Koutalakis die Grundzüge der EU-Außenpolitik anhand seines frisch veröffentlichten Vorschlags eines Weißbuchs für die Europäische Sicherheits- und Verteidigungspolitik. Zu oft würde in der Außenpolitik auf externe Ereignisse oder nationale Anliegen reagiert statt der zu wage formulierten Europäischen Sicherheitsstrategie zu folgen.
In einer ersten Runde der Arbeits- gruppen sammelten wir Prinzipien, die aus unserer Sicht die EU-Außen- politik leiten sollten. Überwältigend war der Wunsch, mehr auf ein EU-weit verbindliches Konzept zu setzen, statt nationalen Einzelinteressen zu viel Raum zu geben. Der Vorschlag einer EU-Armee rief auch viel Skepsis hervor, weil unklar ist, wie deren Einsatz demokratisch legitimiert und kontrolliert werden sollte – ein Problem das allerdings auch schon für die laufenden Missionen gilt.
Nach dem Mittagessen stellte Christian Beck, JEB-Vorstandsmitglied und Leiter der JEB-Fahrt ins Kosovo 2009, die EULEX Mission und die politische Lage des Kosovo vor. Neben der Reise und der Die Workshops der zweiten Runde nahmen die Perspektiven der zwei zentralen Konfliktparteien, Serben und Kosovo-Albaner, und der EU ein. Schnell wurde deutlich, dass einfache Lösungen nicht auf der Hand liegen. Nur klug verhandelte Kompromisse auf zahlreichen Ebenen gleichzeitig unter koordiniertem Einsatz aller Mittel der EU können helfen. Wir wollen selbst dazu beitragen, dass zivilgesellschaftliche Gruppen wie die JEF ihr großes Potential ausschöpfen, zu diesen Lösungen beizutragen. So kleinteilig dies ist, bietet es in der politischen Blockade-Situation den einzigen Ausweg.
Fokussiert auf das Seminar- Thema „Think Globally, Act European“ setzten wir unsere Vision einer mutigen weiteren Integration in Bezug auf das Verhältnis von Serbien und Kosovo in die EU in die Metapher der Fahrrad-Theorie der EU-Integration um. Das EU-Fahrrad muss vorwärts fahren, um nicht umzufallen. Stattdessen konnten sich auf der Bühne der Abschlusspräsentation Barroso, Ashton und Rompuy weder einigen, wer das Fahrrad (dessen Teile für EU-Institutionen und Politik-Berreiche stehen) fährt geschweige denn wohin. |
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