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Belarus-Aktion der JEB im Dezember 2010
Unter dem Motto "Give a Voice to Democracy - Free Belarus!" hat die JEB kurz vor den Präsidentschaftswahlen ihrer Forderung nach mehr Demokratie in Belarus Ausdruck verleihen. Im Berliner Schneesturm kämpfte sich unser JEB-Team vom Berliner Ensemble über die Friedrichstraße und Unter den Linden bis zur Weltzeituhr am Alexanderplatz.
Am Abend des 16. Dezember beteiligte sich die JEB zum zweiten Mal dieses Jahr an dem europaweiten Protest der Jungen Europäischen Föderalisten. In über 100 europäischen Städten wurden Statuen berühmter Persönlichkeiten symbolisch „zum Schweigen gebracht“. Mit dieser Aktion wollen wir jedes Jahr darauf hinweisen, dass es in Europa immer noch totalitäre Systeme gibt, in denen Meinungsfreiheit nicht selbstverständlich ist.
Am 19.12.10 finden die Präsidentschaftswahlen in Belarus statt. Alles deutet auf eine „Wiederwahl“ des seit 16 Jahren in seinem Amt stehenden Präsidenten Lukaschenko hin. Auch wenn er in den letzten Monaten erste Zugeständnisse an die Opposition gemacht hat, kontrolliert er weiterhin den Großteil der Medien. Oppositionspolitiker haben nur stark eingeschränkten Zugang. Ganze Gruppen werden zur frühzeitigen Stimmenabgabe genötigt, dem Wahlverfahren, das am wenigsten Kontrolle ermöglicht. Oppositionelle müssen um Arbeits- und Studienplatz fürchten.
Unter dem Motto „Gebt den Menschen in Belarus eine Stimme!“ haben etwa 20 Aktivist/innen der JEB der Statue von Bertolt Brecht vor dem Berliner Ensemble den Mund verbunden. Sie sollten damit symbolisch „zum Schweigen gebracht“ werden – so wie es auch die politische Führung in Belarus mit ihren Bürgern macht. Im Anschluss zog die dem Schneetreiben trotzende Gruppe mit Blaulicht-Begleitung über die Friedrichstraße und Unter den Linden entlang bis zur Weltzeituhr am Alexanderplatz, um Minsk ein Stückchen näher zu sein.
2010 ist wieder deutlich geworden, dass die Belarus-Aktion jedes Jahr größere Aufmerksamkeit erfährt. So nahmen dieses Jahr sowohl im März als auch im Dezember Jugendliche in über 100 europäischen Städten teil. Es ist traurig, dass wir diese Aktion jedes Jahr wiederholen müssen. Aber wir werden den Menschen in Belarus unsere Stimme widmen, solange Lukaschenkos Regime sie zum Schweigen zwingt!
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